Urheberrechtliche Abmahnung der Rechtsanwälte Schutt Waetke im Auftrag der TOBIS Film GmbH & Co. KG

Die TOBIS Film GmbH & Co. KG lässt über die Rechtsanwälte Schutt Waetke eine angebliche Urheberrechtsverletzung mittels Filesharing an dem Film „12 YEARS A SLAVE“  abmahnen.

In der Abmahnung wird neben der Abgabe einer Unterlassungserklärung die Zahlung eines Betrages in Höhe von 732,50 EUR geltend gemacht. Der Zahlungsanspruch soll sich aus einem Schadenersatzanspruch in Höhe von 500,00 EUR, weitere 17,50 EUR Ermittlungskosten sowie 215,00 EUR Rechtsanwaltskosten ergeben.

 

Ob die geltend gemachten Ansprüche in solchen Filesharing-Fällen überhaupt begründet sind, ist stets im Einzelfall zu prüfen.  Es ist jedenfalls zu empfehlen, nicht übereilt und ungeprüft die den Abmahnschreiben häufig beigefügte Unterlassungserklärung abzugeben und Zahlungen zu leisten. In vielen Fällen ist die Rechtslage nämlich nicht so eindeutig, wie es die abmahnenden Kanzleien in ihren Schreiben gerne darzulegen versuchen.  Der Bundesgerichtshof hat mittlerweile mehrere Entscheidungen dazu getroffen, unterwelchen Voraussetzungen der Abgemahnte überhaupt, und wenn ja, wie er im Rahmen einer Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing haftet (z.B. Haftung des Abgemahnten im Rahmen einer sogenannten „Störerhaftung“ für Rechtsverletzungen begangen durch Familienangehörige).

 

Weitere Informationen zum Thema Filesharing finden Sie hier und hier.