Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH macht Ansprüche aus angeblichen Urheberrechtsverletzungen wegen illegalem Filesharing geltend

In jüngster Vergangenheit wird die Kanzlei vermehrt mit Schreiben der Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH konfrontiert, mit denen vermeintliche Ansprüche in Höhe von zumeist 1.298€ zzgl. Nebenkosten aus angeblichen Urheberrechtsverletzungen geltend gemacht werden.

Die Schreiben sind in der Regel unmittelbar an Betroffene gerichtet, die bereits vor geraumer Zeit anwaltlich wegen vermeintlicher Urheberrechtsverletzung abgemahnt wurden. Mit diesen anwaltlichen Abmahnschreiben wurden bereits vermeintlich bestehende Schadenersatzansprüche geltend gemacht und in der Folgezeit auch deren gerichtliche Durchsetzung angedroht. Möglicherweise haben die Abmahnanwälte das Interesse an der Durchsetzung der vermeintlichen Ansprüche verloren, weshalb nun die Rhein Inkasso und Forderungsmanagement GmbH ins Spiel kommt.

 

Verwunderlich ist, dass das benannte Inkassounternehmen in ihren Zahlungsaufforderungsschreiben ankündigt, den Vorgang direkt an deren Rechtsanwälte mit dem Auftrag weiterzugeben, gerichtlich gegen die Betroffenen vorzugehen. Verwunderlich ist dies deshalb, haben doch bereits die abmahnenden Anwälte die gerichtliche Durchsetzung der vermeintlichen Ansprüche angekündigt.

 

Im folgendem Schriftverkehr mit dem benannten Inkassounternehmen wird von diesem häufig ein Schreiben nachgereicht, worin der Zeitpunkt der vermeintlichen Urheberrechtsverletzung aufgeführt wird, der durch einen externen Dienstleister angeblich festgestellt und beweissicher dokumentiert worden sein soll. In diesem Zusammenhang fällt auf, dass die Angaben des Datums der angeblichen Urheberrechtsverletzung zumeist nicht mit dem Datum in dem erstmaligen Zahlungsaufforderungsschreiben des Inkassounternehmens übereinstimmt. Für die Kanzlei ist dies ein Indiz dafür, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Sache selbst bei dem benannten Inkassounternehmen nicht stattfindet.